IVD Berlin-Brandenburg e.V.

In Berlin haben wir die Wahl

wohltorfvon Dirk Wohltorf, Vorstandsvorsitzender IVD Berlin-Brandenburg

Berlin zieht an.  Menschen aus der ganzen Welt suchen Offen- und Aufgeschlossenheit und finden sie in der Spreemetropole. Wissenschaftler, Kreative  und Gründer bereichern die Stadt um Unternehmen und Arbeitsplätze, junge fortbildungshungrige Menschen aus Deutschland und Europa zieht es an die zahlreichen Hochschulen und Akademien. Alle wollen wohnen. Mit der steigenden Attraktivität und Dynamik sind in Berlin auch die verschiedenen Immobilienmärkte immer stärker in den Fokus gerückt und die Immobilienpreise und Mieten folgerichtig gestiegen.
Was eine volkswirtschaftlich unbestechliche Erstsemester-Logik hat, muss aber noch lange nicht von Politikern verstanden werden. Die IHK Berlin informiert in ihrem letzten Jahresbericht zur Berliner Wirtschaft in Zahlen von 46 Tsd. Zuzüglern, zwölf Millionen Hotelgästen, mehr  als 41 Tsd. (!) gegründeten Unternehmen. Begleitet wurden diese Entwicklungen von der Baufertigstellung von sage und schreibe 2.131 Wohngebäuden (8.744 Wohneinheiten nach dem Bundesamt für Statistik).

Die internationale Flüchtlingskrise wächst seit ihrem Dammbruch im Sommer 2015 zu einer schier unvermeidlichen Wohnungsnot in den Metropolen heran. Berlin wächst jetzt zusätzlich um Zehntausende von Menschen, die als Flüchtlinge Schutz suchen und zu großen Teilen sicherlich auch längerfristig Berlinerinnen und Berliner werden wollen.

Die Politik hat das wahre Ausmaß dieses Problems immer noch nicht erkannt. Eine aktuelle Studie macht das deutlich. Der IVD hat bei Prof. Bernd Raffelhüschen von der Universität Freiburg eine Studie zur Wirkung der Flüchtlingskrise auf die langfristige Wohnimmobiliennachfrage in Deutschland in Auftrag gegeben. Mit der Studie existieren nun endlich wissenschaftlich verlässliche Aussagen, wie viele neue Wohnungen in Deutschland im Zuge der Flüchtlingskrise tatsächlich gebraucht werden. Prof. Raffelhüschen ist einer der renommiertesten Immobilienökonomen Deutschlands und ehemaliges Mitglied der Rürup-Kommission. Die Studie macht deutlich: bisherige Prognosen zum Neubaubedarf waren viel zu passiv. Die Senatsverwaltung in Berlin plant aktuell mit 15.000 bis 20.000 neuen Wohnungen pro Jahr bis 2020. Der IVD Berlin-Brandenburg schätzt, dass allein auf Basis dieser eher konservativ und langfristig angelegten Studie mindestens 23-25.000 Wohnungen jährlich fertiggestellt werden müssten. Es besteht daher akuter Handlungsbedarf. Angesichts der Berliner Abgeordnetenhauswahlen am 18. September 2016, bei denen sich die Parteien mit ihren Problemlösungsansätzen für Zustimmung in der Berliner Bevölkerung bewerben, stellte der IVD Berlin-Brandenburg in Kürze seine Forderungen auf und wird diese regelmäßig und schrittweise bis zum Wahltag mit den politischen Akteuren diskutieren, u.a.:

  • Wohnungsbau: Mehr Wohnraum für alle, qualitätsbewusst, nachfrageorientiert und integriert
  • Milieuschutz: Soziale Durchmischung und Berliner Kiezkultur pflegen ohne den Bestand einzufrieren
  • Mietrecht: Bremsen und Gas geben bedeutet Stillstand
  • Eigentum: Finanzielle Unabhängigkeit und Zukunftsvorsorge der Bevölkerung stärken
  • Umland aufwerten durch bessere Anbindung

Ansprechpartner

Nils Werner

Knesebeckstr. 59-61
10719 Berlin

Telefon: +49 (0)30 / 89 73 53 64
Fax: +49 (0)30 / 89 73 53 68

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