IVD Berlin-Brandenburg e.V.
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BetreutesWohnenUnter betreutem Wohnen versteht man eine Wohnform, in der Menschen Unterstützung erfahren, die Hilfe benötigen. Das kann sowohl passend für Menschen mit Behinderungen sein, Jugendliche, die aus verschiedenen Gründen nicht bei ihren Eltern leben können, aber eben auch für Menschen in höherem und hohen Alter. Die Betreuung bietet hier eine gewisse Sicherheit, während gleichzeitig die höchstmögliche Autonomie bewahrt werden kann.

Welche Ausprägungen der Wohnform gibt es?

Betreutes Wohnen ist ein Sammelbegriff, unter dem man verschiedene Varianten einer Mischung aus „Wohnen“ und „Betreuung“ versteht. Wichtig sind in der Regel die Barrierefreiheit der Wohnung und ein Mindestmaß an Betreuungsleistungen, die ggf. noch ausgebaut werden können. Es handelt sich üblicherweise um Wohnanlagen mit Mietwohnungen, gelegentlich gibt es zusätzlich aber auch Eigentumswohnungen.

Was sind typische Leistungen?

Üblich sind hauswirtschaftliche aber auch medizinische Hilfeleistungen, z.B. Essen bringen, Hilfe bei Wäsche, Reinigung der Wohnung, Unterstützung bei der Körperpflege, Überwachung von Blutzucker und Blutdruck usw. – ein Notrufanschluss ist üblicherweise auch vorhanden. Geregelt sind diese Leistungen in einem Betreuungsvertrag, je nach Anlage kann es auch eine feste Betreuungspauschale geben, die für alle gleich ist und eine gewisse Basis an Leistungen umfasst, u.a. auch Hausmeistertätigkeiten.
In manchen Anlagen sind die pflegenden Personen direkt vor Ort, in manchen Anlagen kommen externe dienstleistende Firmen. Moderne Anlagen bieten oft auch weitere Dienstleistungen, die nicht direkt Hilfestellungen darstellen, aber die Lebensqualität verbessern, wie z.B. Wellness- oder Beauty-Angebote.

Für wen ist diese Wohnform geeignet?

Gerade für geistig noch fitte Senior*innen ist das betreute Wohnen eine gute Alternative, wenn die körperlichen Fähigkeiten nachlassen. Vor Einzug sollte jedoch geklärt werden, wie es weitergeht, wenn die Einschränkungen zunehmen. Nicht alle Anlagen sind gut auf Demenzkranke Menschen eingestellt. In den Links unten findet sich u.a. eine Checkliste.

Fazit

Die Senior*innen von morgen haben in ihrer Jugend fast alle mal in Wohngemeinschaften gewohnt, man kann vermuten, dass bei ihnen die Bereitschaft, im Alter noch mal umzuziehen, um die Vorteile einer Wohnform zu genießen, größer ist als bei den Senior*innen von heute. Bedenkt man, dass die Bevölkerung in Deutschland weiterhin älter werden wird, wird der Ausbau solcher Wohnanlagen immer nötiger.

 

Quellen:

https://www.caritas.de/glossare/betreutes-wohnen-alte-menschen

https://www.caritas.de/hilfeundberatung/ratgeber/alter/wohnen/was-das-betreute-wohnen-bietet

https://www.pflege.de/altenpflege/betreutes-wohnen/kosten/

http://www.wegweiser-demenz.de/uploads/tx_kfdownloads/checkliste_betreutes_wohnen_01.pdf