IVD Berlin-Brandenburg e.V.

Zu viele Ein- und Zweifamilienhäuser?

12.01.2016 Eine Forderung des wohnungsbaupolitischen Sprechers der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen im Abgeordnetenhaus Berlin sorgt für Irritationen. „Baut Geschosswohnungen statt Reihenhäuser“ wird in ihrer Grundsätzlichkeit nicht nur vom IVD abgelehnt. Der verantwortliche Bezirksstadtrat aus Reinickendorf reagierte relativ unmittelbar nach Bekanntwerden der Forderung: "Nicht das Zubetonieren von Freiflächen, Parks, Grünanlagen oder das Aufbrechen der offenen Bauweise ist das Gebot der Stunde. Notwendig ist das behutsame Einfügen neuer Wohnbebauung in bestehende Quartiere sowie die Berücksichtigung existierender Bebauungspläne."

Auch der IVD Berlin-Brandenburg hält den Reinickendorfer Weg für erfolgversprechender als eine Maximalbebauung. Der Bezirk hat Wohnungspotenzialflächen herausfiltern lassen. Diese Flächen sind nun in Bebauungsplanverfahren, um die Grundlage für Wohnungsbau zu schaffen. Zu berücksichtigen ist dabei auch, dass mit dem Wohnungsbau die dazu gehörende Infrastruktur von Kitas und Schulen über Straßenanbindungen bis hin zu Senioreneinrichtungen und Einkaufsmöglichkeiten geschaffen wird.

"Ein- und Zweifamilienhaussiedlungen sowie Regionen mit offener Bauweise gehören ebenso wie Hochhaussiedlungen zur guten Berliner Mischung des Wohnungsangebotes. Nicht jede Einwohnerin und nicht jeder Einwohner will und kann im Eigenheim wohnen, und nicht jeder will im Hochhaus wohnen. Deshalb muss sich die Bebauung in die gewachsenen Kieze einfügen, nur dies führt zur Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger“, stellt Bezirksstadtrat Martin Lambert fest.